Ravenna - die Stadt der Mosaike

UNESCO-Weltkulturerbe

Die Geschichte der Stadt Ravenna ist von ganz besonderer Faszination, deren Wurzeln in ihrer außergewöhnlichen Vergangenheit liegen, die einzigartige Bauwerke hinterlassen hat, von denen acht (1996) in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen wurden: das Mausoleum der Galla Placidia, ein kleines und schmuckloses Bauwerk aus gebranntem Ton, das die Form eines Passionkreuzes aufweist; das Baptisterium Neoniano, das auch als Taufkapelle der Orthodoxen bekannt ist, um es von der auf Wunsch des Gotenkönigs Theoderich gebauten Taufkapelle der Arianer zu unterscheiden; das im 6. Jahrhundert erbaute Baptisterium der Arianer (Taufkapelle der Arianer) mit achteckigem Grundriss und der Kuppel mit Mosaikverzierungen, die Szenen der Taufe Christus darstellen; die unter Theoderich gebaute Basilika Sant'Apollinare Nuovo, deren Wände des mittleren Kirchenschiffs vollständig mit Mosaiken verziert sind; die Erzbischöfliche Kapelle („Cappella Arcivescovile“), das einzige orthodoxe Bauwerk aus der Zeit des Theoderich; das Mausoleum des Theoderich mit zentralem Grundriss, das aus großen istrischen Marmorsteinen auf zwei Etagen gebaut wurde, die Basilika San Vitale Basilika, die wegen ihrer ungewöhnlichen Bauart, der vielen Marmorverkleidungen und Mosaikverzierungen von außergewöhnlicher Schönheit ist; die 5 Kilometer von Ravenna entfernte BasilikaSant'Apollinare in Classe außerhalb der Mauern des antiken Hafenzentrums.

Auch wenn das Bild von Ravenna eng mit den Mosaiken und der byzantinischen Vergangenheit verbunden ist, wurde das kulturelle Panorama der Stadt infolge der lebhaften Kreativität in jüngster Zeit durch den Archäologischen Parkvon Classe, das Haus der Steinteppiche (Domus dei Tappeti di Pietra) und der Classense-Bibliothek (Biblioteca Classense) erweitert.

Obwohl das Gebiet um Ravenna stark vom Menschen geprägt wurde, sind dennoch eindrucksvolle Naturlandschaften erhalten geblieben, zu denen auch der Naturpark des Podeltas gehört. Vor allem die Feuchtgebiete sind von außergewöhnlicher Bedeutung, denn sie sind die Überreste der alten Sümpfe, von denen Ravenna einst umgeben war: Der lange Zeit zur gleichnamigen Abtei gehörende Pinienwald von San Vitale ist das bekannteste Überbleibsel der alten dichten Wälder, die bis zum 18. Jahrhundert den gesamten Küstenstreifen von der Flussmündung des Rheins bis Cervia bedeckten. Der Pinienwald von Classe wurde wegen des Bedarfs an Holz und der Schiffswerften im Hafen von Classe im römischen Zeitalter und danach von den Venezianern für ihre Flotte rücksichtslos ausgebeutet. Von besonderer Faszination ist ein Ausflug bis zum Bocca del Bevano, eine der zauberhaftesten Küstenlandschaften. Das Naturreservat Valle Mandriole und Punte Alberete zählt zu den letzten erhaltenen Feuchtgebieten mit Süßwassersümpfen, das einst zu den Sumpfwäldern der Poebene gehörte. Das 1968 zum Naturschutzgebiet erklärte Reservat ist heute eines der bedeutendsten in Europa und ein Paradies für begeisterte Vogelbeobachter.


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